Projekte der Nürnberger City-Werkstatt

1. Pop-Up-Stores

Pop-Up-Stores tragen dazu bei, Städte attraktiver zu gestalten und bieten wechselnden Mieterinnen und Mietern aus verschiedenen Bereichen wie Fashion, Design oder sonstigen innovativen Angeboten einen festen Platz in der Innenstadt. Beispielsweise Kreative, junge Unternehmen, aufstrebende Startups, die sich (noch) nicht die hohen Innenstadtmieten leisten können, bekommen die Chance, in hervorragenden Lagen ihre Produkte zu präsentieren und ihre Geschäftsidee im Markt zu testen. Gleichzeitig bieten die regelmäßig wechselnden Betreiber eine lokale Abwechslung zum filialdominierten Einzelhandel und stärken die regionale Identität.

Dabei werden zwei Teilprojekte verfolgt:

a) Die befristete Zwischennutzung von leeren Ladenlokalen bis neue, feste Mieter gefunden sind. Derzeit spricht die Wirtschaftsförderung Nürnberg die Eigentümerinnen und Eigentümer leerstehender Ladenlokale in der Fußgängerzone auf mögliche Zwischennutzungen an – sowohl im Hinblick auf Pop-up-Stores, als auch auf Nutzungen durch Kulturschaffende (z.B. Kunstausstellungen, Schaufenstergestaltung). Unterstützt wird also der Matching Prozess zwischen an Zwischennutzung interessierten Mietenden aller Branchen und interessierten Immobilieneigentümerinnen und –Eigentümern.

Ihr Ansprechpartner:
Herr Schottenhammer, ­michael.­­schotten­hammer@­stadt.nuernberg.de

Frischer Wind für die Innenstadt: Neue Pop-up-Stores in Nürnberg

b) Ein Pop Up Center als festes Objekt mit wechselnden Mietenden und wechselndem Angebot. Derzeit wird daher geprüft, welche feste Immobilie künftig von verschiedenen Unternehmern bespielt werden kann. Angedacht ist ein Pop-Up-Center mit wechselnden Mieterinnen und Mietern aus den Bereichen Fashion, Design, innovative Produkte und Services in Kombination mit kulturellen Komponenten.

Ihre Ansprechpartnerin:
Frau Nossek-Bock, nosbock@t-online.de

2. Digitale Kampagne

Die digitale Kampagne, die verschiedene Quartiere in der Innenstadt vorstellt, richtet sich an neue, jüngere Zielgruppen. Um diese authentisch und zielgerichtet anzusprechen, werden wir mit Bloggern, Influencern und einem Content Creator zusammenarbeiten.

Der Content Creator wird interessante und einzigartige Geschichten in der Kombination von Einzelhandel, Kultur und Gastronomie erzählen und durch seine Reichweite und die der Blogger auf die Inhalte aufmerksam machen. Für die zugehörige Web-App wird kurzer und spannender Content produziert, der nur im Quartier erlebt werden kann. Eine Art digitaler Quartiersguide, der zu einem erlebnisreichen Besuch der Innenstadt führen soll. Anfang des Sommers wird das erste Quartier, der Weinmarkt, online gehen und nach und nach werden weitere Quartiere vorgestellt.

Ansprechpartnerin:
Nina Knode, knode@ctz-nuernberg.de

3. Lebendiger Platz – Prototyp Lorenzer Platz

Entstehen soll ein Prototyp für die Bespielung des Lorenzer Platzes im Frühjahr/Sommer mit kulturellen oder anderen Aktivitäten unter Beteiligung der Anrainer und engagierter, kreativer Menschen. So entstehen zeitlich begrenzte Attraktionen im öffentlichen Raum.

Ziel ist es, eine Blaupause zu schaffen, die auch für andere zentrale Plätze genutzt werden kann und die Akteure mit Checklisten u. ä. dabei unterstützt, die Erfahrungen vom Lorenzer Platz zu nutzen und einen aktiven Part bei der temporären Bespielung zu übernehmen.

Ihre Ansprechpartner:
Christian Scholl, christian.scholl@stadt.nuernberg.de
Gregor Heilmaier, gh@heilmaier-und-heilmaier.de

Hier finden Sie die Projektskizze Temporäre Modulare Begrünung Lorenzer Platz

4. Kooperation Innovationslabor

Die Ausgangsbasis für dieses Projekt ist das neue Zuhause des offenen Innovationslabors „JOSEPHS“, das Mitte März von der Karl Grillenberger-Straße in den Augustinerhof gezogen ist. Es ist geplant, das JOSEPHS um eine weitere Funktion zu ergänzen und als Innovationsort für die Innenstadt zu etablieren.

Dabei sollen insbesondere Innenstadtakteurinnen und -akteure aus inhabergeführten Unternehmen dabei unterstützt werden, zukunftsfähige Innovationen zu entwickeln. Das Innovationslabor bietet hier methodische Unterstützung an und ermöglicht risikoloses Experimentieren. Das JOSEPHS bietet die Möglichkeiten alle Innovationen schon früh im Entwicklungsprozess den Kundinnen und Kunden vorzustellen und Feedback einzuholen, das dann die weitere Entwicklung unterstützt und somit einen Erfolgsfaktor für Neuerungen darstellt.

Durch die Einbettung in JOSEPHS ist einerseits eine hohe Sichtbarkeit für beteiligte Unternehmen gegeben, andererseits stellt die Verortung im zentral gelegenen Augustinerhof einen gemeinsamen Begegnungsort für eine langfristig etablierte Innovationsnachbarschaft dar.

Ansprechpartner:
Dr. Benedikt Höckmayr, bh@josephs-innovation.de
Daniela Förtsch, daniela.foertsch@stadt.nuernberg.de

5. Mobilität: Parkraum neu denken! – Prototyp Adlerstraße

Die Erreichbarkeit der Innenstadt muss gesichert werden, um die dort ansäßigen Akteure, insbesondere angesichts der Corona-Auswirkungen, zu stärken. Der motorisierte Individualverkehr stößt hierbei immer mehr an Grenzen, da Staus und Parksuchverkehr zu einer Überlastung der Innenstadt führen. Dies wirkt sich negativ auf das Image, die Aufenthaltsqualität und schließlich die Frequenz in der Stadt aus.

Die Adlerstraße wird daher zum Versuchsfeld für ein neuartiges Parkraum- und Mobilitäts-Management in der Innenstadt. Hier wird untersucht, wie Aufenthaltsqualität und Frequenz gleichermaßen erhöht werden können. Parken, zeitgemäße Mobilität und Logistik stehen hier genauso im Fokus wie die Öffnung der Adlerstraße für alternative Nutzungen. Ziel ist, einen Prototyp zu entwickeln, der es erlaubt, die gemachten Erfahrungen auf ähnliche Lagen zu übertragen.

Unter Berücksichtigung der Herausforderungen und Bedürfnisse von relevanten Parteien (Einzelhändler, Mobilitätsexperten etc.) denken wir die Gestaltung der Adlerstraße hinsichtlich der Nutzung des dortigen Raumes und vorhandenen Arten von Mobilität neu.

Ihre Ansprechpartnerinnen:
Franziska Röder, IHK Nürnberg für Mittelfranken, franziska.roeder@nuernberg.ihk.de
Antonia Lehner, IHK Nürnberg für Mittelfranken, antonia.lehner@nuernberg.ihk.de

6. Nürnberg liefert!
Der regionale Lieferdienst des Nürnberger Einzelhandels

Der Wunsch einer wachsenden Gruppe von Kundinnen und Kunden, den lokalen Handel sowohl online als auch vor Ort zu unterstützen, wird hier in den Mittelpunkt gestellt. Ein Lieferdienst für Nürnberger Händler soll dabei ein unbeschwertes Shopping-Erlebnis bieten, indem die gekauften Produkte ganz bequem und idealerweise per Same-Day-Delivery nach Hause gebracht werden.

Das bedeutet nicht nur, dass man unbelastet von vielen Tüten den Einkauf in Nürnberg genießen kann, sondern auch, dass es zukünftig noch einfacher wird, auch ohne Auto für den Transport der Einkäufe zu shoppen. Das entlastet sowohl die Innenstadt und die Umwelt als auch die Kundinnen und Kunden.

Für den Nürnberger Einzelhandel bedeutet dieses Projekt neue Optionen, attraktiv zu bleiben, dem Wunsch nach Lokalität zu begegnen und den Ladengeschäften ein neues Standbein für mehr Zukunftsfestigkeit zu geben.

Weitere Informationen unter nuernberg-liefert.de

Die besondere Bedeutung dieser Projekte besteht in ihrer strategischen Reichweite: Alle ausgewählten Projekte sind entweder als Prototypen angelegt und können somit als Blaupause für ähnliche Vorhaben dienen oder haben eine strukturelle Komponente und arbeiten ganz grundsätzlich daran, Rahmenbedingungen zu verbessern. So wird gewährleistet, dass auch nach Abschluss der Projekte ein dauerhafter Mehrwert für die Nürnberger Innenstadt gegeben ist.

Darüber hinaus ist das Projektsetting darauf ausgelegt, dass ein Community Building stattfindet. Dies geschieht aus dem Erfahrungshorizont heraus, dass Top-Down-Organisation auf Dauer nur begrenzte Dynamik ermöglicht. Übergeordnetes Ziel ist daher die Überführung in selbstorganisierte Strukturen, die aus sich heraus immer wieder frische Impulse in die Innenstadt übertragen.

Wir freuen uns auf viele gemeinsame Impulse, Experimentierfreude und sichtbare Prototypen!