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Lebendiger Platz - Theresienplatz

Seit 23. Mai 2022

Der Nürnberger Theresienplatz ist den meisten Nürnberger:innen unbekannt, da er etwas versteckt in der Altstadt liegt. In Nachbarschaft zur Egidienkirche und dem Pellerhaus kommt der steinerne Platz trotz des Martin-Behaim-Denkmals ein wenig unscheinbar daher.

Um den Platz aufzuwerten, ist er als nächste Station für das Projekt „Lebendiger Platz“ ausgewählt worden. Nach dem nördlichen Lorenzer Platz im letzten Jahr, wird dieses Jahr der Theresienplatz mit den mobilen Pflanzeninseln temporär begrünt und optisch verschönert.

Die unterschiedlichen Pflanzmodule sind nachhaltig und beliebig bepflanzbar, sodass sie nicht nur zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beitragen, sondern auch einen kleinen Beitrag zum Klima- und Artenschutz leisten. Eine dauerhafte Begrünung ist oft in der Altstadt aufgrund der Platzverhältnisse und des Untergrundes schwierig. Hier bieten die mobilen Pflanzinseln eine neue Perspektive und Abwechslung zur gepflasterten Umgebung.

Durch die Aufwertung des Theresienplatzes ist ein weiterer urbaner Begegnungsort in der Stadt entstanden, dessen Sitzbänke zum Verweilen einladen und der Blick ins farbenprächtige Grün den Stressabbau vom Alltag fördert.

Allgemeine Informationen zum "Lebendigen Platz"

Im Jahr 2021 startete das Projekt mit dem Lorenzer Platz. Dieser ist überaus zentral gelegen – und doch fristet er ein Schattendasein. Dabei sind die Voraussetzungen eigentlich gut: Eine angenehme Größe, ein von Gebäuden definierter Raum und Nutzungen durch Büros, Ladengeschäfte, Cafés und den Chor der altehrwürdigen Lorenzkirche. Und doch sieht man hier niemanden – durchhasten ja, verweilen nein.

Insofern beste Voraussetzungen für das erste Projekt zur Belebung eines Platzes im Rahmen der Nürnberger City Werkstatt!

Die Projektteilnehmer hatten sich ein klares Ziel gesetzt: Entstehen soll ein Prototyp für die Bespielung des Lorenzer Platzes im Sommer mit kulturellen oder anderen Aktivitäten unter Beteiligung der Anrainer und engagierter, kreativer Menschen. So sollen zeitlich begrenzte Attraktionen im öffentlichen Raum entstehen. Ziel ist es, eine Blaupause zu schaffen, die auch für andere zentrale Plätze genutzt werden kann und die Akteure mit Checklisten u. ä. dabei unterstützt, die Erfahrungen vom Lorenzer Platz zu nutzen und einen aktiven Part bei der temporären Bespielung zu übernehmen.

Am 22. Juni 2021 war es dann soweit: Gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcus König, Dr. Michael Fraas (Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Stadt Nürnberg), Alexander Fortunato (Leiter des Referats Handel und Dienstleistung, Standortberatung und Firmeninformationen der IHK Nürnberg für Mittelfranken), sowie Gregor Heilmaier (Vorsitzender des IHK-Fachausschusses für Handel und Dienstleistungen; Co-Project Owner „Nördlicher Lorenzer Platz“), wurde das gemeinsam geschaffene Werk seiner Nutzung zugeführt.

Ein herzlicher Dank gilt hier einerseits den Teilnehmenden der Projektgruppe  und andererseits auch den Spendern: Sparkasse Nürnberg, Stadt Nürnberg, Verein Grünclusiv e.V., HypoVereinsbank Nürnberg, Kost-Pocher´sche Stiftung. Nur mit vereinten Kräften haben wir alle dieses Gemeinschaftswerk möglich gemacht!

Der zweite Schritt war ein künstlerischer Baustein. Zwischen dem 13.8.2021 und dem 31.10.2021 brachten Performances, eine Podiumsdiskussion und die großformatige Fotoausstellung des jungen Künstlers Otakar Skala von der Akademie der bildenden Künste Nürnberg das kulturelle Herz am Lorenzer Platz zum Schlagen!

Die von uns vor Ort durchgeführte Erhebung hat gezeigt, dass die von der Community umgesetzten Konzepte für mobile Grünmodule rund 77% der befragten Personen „gut“ bis „sehr gut“ gefallen – obwohl die Behälter für viele „etwas bunter“ sein dürften.

Winterquartier am Karl-Pschigode-Platz

Die mobilen Grünmodule vom „Lebendiger Platz – Nördlicher Lorenzer Platz“ waren und sind als temporäre Maßnahme geplant. Ende Oktober 2021 war es dann so weit, die flexiblen Elemente wurden innerhalb weniger Stunden verlagert und der Platz wurde geräumt. Ihr „Winterquartier“ haben die Module auf einer öffentlichen Fläche neben dem Staatstheater gefunden. Der gemeinschaftlich entwickelte Prototyp sorgt nun, für die kommenden Monate, auf dem Karl-Pschigode-Platz südlich des Schauspielhauses zwischen DB-Museum und Arbeitsagentur Nürnberg für mehr Grün und eine Aufwertung der Fläche.

Ihre Ansprechpartner:

Christian Scholl, Stadt Nürnberg: christian.scholl@stadt.nuernberg.de
Gregor Heilmaier, Heilmaier und Heilmaier GmbH: gh@heilmaier-und-heilmaier.de